18.11.2013

Diakonische „Hoffnungsorte“ für die Menschen im Kirchenkreis Aachen

Eine originell gestaltete Landkarte zeigte den Synodalen die Lage der "Hoffnungsorte" in den fünf Themen-Räumen.
Eine originell gestaltete Landkarte zeigte den Synodalen die Lage der "Hoffnungsorte" in den fünf Themen-Räumen.

Die 17 Träger der "Arbeitsgemeinschaft Diakonie" präsentieren ihre Arbeit bei der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises erstmals gemeinsam

Eine Mutter sucht mit ihren Kindern Zuflucht vor dem gewalttätigen Ehemann, ein alter Mensch kann nicht mehr alleine in seiner Wohnung leben, oder eine überschuldete Familie braucht Beratung, wie es weitergehen soll. Für sie alle, wie auch für kranke, arbeitslose oder benachteiligte Menschen, Menschen mit Handicap und jeden anderen, der einmal in eine schwierige Lebenssituation gerät, gibt es im Kirchenkreis Aachen "Hoffnungsorte". Das sind Orte, an denen diakonische Einrichtungen mit ihrer Arbeit tätige Nächstenliebe leisten. Sie zeigen: Christinnen und Christen ist es wichtig, ihren Glauben nicht nur im Gottesdienst zu leben, sondern auch in praktischer Hilfe für andere. Im Evangelischen Kirchenkreis Aachen haben sich insgesamt 17 evangelische Träger in einer "Diakoniearbeitsgemeinschaft" zusammengefunden. So vielfältig ihre Tätigkeitsschwerpunkte sind, zum Beispiel in der Unterstützung für Jugendliche oder Drogenabhängige, Senioren oder Arbeitslose, so eint sie doch das Engagement für Menschen, die Hilfe brauchen. Das breite Spektrum der Angebote stellten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft nun in einer großen Informationsveranstaltung zur Synode des Kirchenkreises den mehr als 100 Delegierten aus den Gemeinden und kreiskirchlichen Einrichtungen vor.

Zu den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft gehört auch die Evangelische Studierenden gemeinde Aachen, die den Anwesenden in WG-Küchengesprächen einen Einblick in das "Leben am Lousberg" gab.
Zu den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft gehört auch die Evangelische Studierenden gemeinde Aachen, die den Anwesenden in WG-Küchengesprächen einen Einblick in das "Leben am Lousberg" gab.

Seit 2006 arbeiten die evangelischen Träger in der Region Aachen zusammen

"Wir freuen uns außerordentlich darüber, dass sich nun zum ersten Mal alle 17 Träger in einer so großen Leistungsschau sozialen Engagements präsentieren", sagt Pfarrer Andreas Hinze vom Vorstand des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Aachen, der auch Vorsitzender der Diakoniearbeitsgemeinschaft ist. "Seit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft im Jahr 2006 haben wir es uns schon zur Aufgabe gemacht, die Zusammenarbeit unter den Mitgliedern zu fördern, gemeinsame Aktionen in der Öffentlichkeit zu planen und Stellungnahmen zu Themen mit diakonischer Bedeutung gemeinsam zu erarbeiten. Aber dass wir alle gemeinsam unsere Arbeit präsentieren, das ist heute eine gelungene Premiere!"

In persönlichen Gesprächen konnten die Synodalen viel Interessantes von den Mitarbeitenden der Träger erfahren, wie hier am Stand der "Low-Tec" mit Annette Groneberg, die dort die Abteilung Gesellschaftliche Projekte leitet.
In persönlichen Gesprächen konnten die Synodalen viel Interessantes von den Mitarbeitenden der Träger erfahren, wie hier am Stand der "Low-Tec" mit Annette Groneberg, die dort die Abteilung Gesellschaftliche Projekte leitet.

Die Mitglieder, die der Diakoniearbeitsgemeinschaft im Kirchenkreis Aachen angehören, sind:

  • Diakonisches Werk im Kirchenkreis Aachen e.V.
  • WABe e.V.
  • VIA Integration gGmbH
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
  • Luisenhospital · Ev. Frauenverein e.V.
  • Margarethe-Eichholz-Heim gGmbH
  • Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd
  • Evangelischer Herbergsverein e.V.
  • Betreuungsverein der Diakonie e.V.
  • Evangelische Studierendengemeinde (ESG)
  • Ev. Kirchengemeinde Monschauer Land
  • Ev. Kirchengemeinde Stolberg
  • Ev. Kirchengemeinde Merkstein
  • Ev. Kirchengemeinde Würselen
  • Ev. Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand gGmbH
  • Low-Tec gGmbH
Pfarrer Martin Obrikat vom Vorstand der Stiftung für Kirche und Diakonie
Pfarrer Martin Obrikat vom Vorstand der Stiftung für Kirche und Diakonie

Neues Programm der Stiftung "Kirche und Diakonie" will "Hoffnungsorte" gezielt fördern

Unter dem Titel „Hoffnungsorte – Evangelisches Leben aus dem Glauben. Beispiele diakonischen Handelns im Kirchenkreis Aachen“ zeigten Mitarbeitende der Einrichtungen an Ständen und Info-Tischen mit Materialen aus ihrer Arbeit und vielen Unterlagen zum Mitnehmen, welche Angebote sie vorhalten und kamen mit vielen der Synodenteilnehmer ins Gespräch. Die Präsentationen verteilten sich auf fünf Themen-Räume im Haus der Evangelischen Kirche und im Gemeindehaus an der Annastraße. Auch der Superintendent des Kirchenkreises, Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff, Marion Timm vom Diakonischen Werk und Pfarrer Andreas Hinze standen während des Vormittags zum Gespräch zur Verfügung.

Im Anschluss daran skizzierte Pfarrer Martin Obrikat, Vorstand der Evangelischen Stiftung für Kirche und Diakonie, in seinem Vortrag „Hoffnungsorte stützen, fördern, stärken“ ein neues Programm der Stiftung, das besondere Leitprojekte diakonischen Handelns in den kommenden fünf Jahren gezielt bewerben und fördern wird.

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Losung für den 29.06.2016:
Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben.
5.Mose 8,10
Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
Apostelgeschichte 14,17