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12.05.2011

Großbrand zerstört Arbeitslosenprojekt

Ökumenische Solidaritätskollekte hilft auch Mitarbeitern von „Spectrum“


Gruppenfoto Besuch bei Projekt Spectrum

Synodalassessor Martin Obrikat (5.v.r.) und Weihbischof Johannes Bündgens (4.v.r.) besuchen das Projekt "Spectrum"

Nur einen Tag nach der offiziellen Einweihung geschah das Unglück: Ein in der Schreinerei entstandener Brand hat das generalsanierte und erweiterte Gebäude des Arbeitslosenprojekts „Spectrum“ im Aachener Gewerbegebiet Auf der Hüls völlig zerstört. 60 Menschen waren dort beschäftigt, als Meister, Sozialarbeiter, Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen, in „Ein-Euro-Jobs“ und als Auszubildende. Über ihre Arbeit, zum Beispiel in den Bereichen „Metall“, „Holz“ und „Hauswirtschaft“ hatten sich am vergangenen Donnerstag der katholische Weihbischof Johannes Bündgens und Martin Obrikat, stellvertretender Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen, in den Werkstätten informiert. Denn die ökumenische Solidaritätskollekte für Menschen ohne Erwerbsarbeit am vergangenen Wochenende und an weiteren Terminen im Mai soll auch der Berufsqualifizierungsmaßnahme Spectrum zugutekommen.

Bemühen um weitere Perspektiven

Jetzt bietet das in zweijähriger Arbeit für rund 1,4 Millionen Euro umgebaute Haus ein Bild der Zerstörung. Gerold König, Geschäftsführer des Rheinischen Vereins für Katholische Arbeiterkolonien, dem Träger des Projekts, bemüht sich zurzeit darum, alle Mitarbeiter und Auszubildenden in anderen Initiativen unterzubringen, damit sie weiterhin eine Beschäftigungsperspektive haben und bestehende Aufträge abarbeiten können.

Solidaritätskollekte evangelischer Gemeinden im Mai

In einem Brief an die Betroffenen äußerten Superintendent Hans-Peter Bruckhoff und Martin Obrikat ihre Bestürzung und Anteilnahme. „Wir hoffen sehr, dass es Spectrum gelingt, trotz des Brandes wieder eine gute Zukunft für die Beschäftigten zu schaffen und das Projekt neu aufzubauen“, sagte Bruckhoff. „Unser Wunsch ist, dass die Solidaritätskollekte, die in diesen Wochen auch in den evangelischen Gemeinden gesammelt wird, dabei helfen wird, den Menschen eine dauerhafte Perspektive zu geben.“

Spenden für die Zukunft eines erfolgreichen Projekts

Obrikat appellierte an die Gemeinden, an der Kollekte teilzunehmen, um Menschen ohne Erwerbsarbeit und gerade den Betroffenen bei Spectrum zu helfen. „Es kann uns als Christen nicht gleichgültig lassen, wenn der Aufschwung an vielen Menschen vorbeigeht und die Gesellschaft auseinanderbricht“, sagte Obrikat. „Mich hat bei Spectrum beeindruckt, wie Menschen dort ein ganz neues Lebensgefühl erfahren und entdecken können, welche Fähigkeiten in ihnen stecken.“ Auch die evangelischen Gläubigen könnten mit ihren Spenden dazu beitragen, so Obrikat, dass dies in diesem und anderen Projekten weiter gelinge.

 

Weitere Informationen über das Projekt unter www.spectrum-aachen.de