Westdeutscher Förderkreis von Oikocredit

Kredite statt Spenden, Eigenständigkeit statt Abhängigkeit, Geschäftspartner statt Geldgeber – diese Alternativen stecken hinter Oikocredit.
Der Westdeutsche Förderkreis von Oikocredit ist ein interessantes Experiment alternativer Entwicklungshilfe, an dem sich der Kirchenkreis Aachen und fünf seiner Gemeinden seit mehr als 25 Jahren beteiligen.

„Ob ich das Geld wohl jemals wiedersehe?“, werden sich manche gefragt haben, als im April 1979 der Rheinische EDCS-Förderkreis gegründet wurde. Aber wichtiger als der mögliche Verlust ihrer Kapitalanlage war es den Pionieren der Ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft, neue Wege in der Entwicklungszusammenarbeit auszuprobieren. Für dieses Experiment in Sachen Gerechtigkeit wollten sie gern ein paar hundert oder tausend Mark riskieren.

Eine soziale Geldanlage

Im Kirchenkreis Aachen haben sich neben dem Evangelischen Kirchenkreis Aachen selbst die Kirchengemeinden Aachen, Alsdorf, Herzogenrath, Kornelimünster-Zweifall und Roetgen beteiligt. Sie halten zusammen Anteile im Wert von mehr als 200.000 Euro. Die insgesamt 5.200 Mitglieder des Förderkreises haben rund 70 Millionen Euro angelegt. Das Anlagekapital von Oikocredit International betrug Ende 2011 über 520 Millionen Euro. Damit ist die ökumenische Genossenschaft in Europa einer der führenden privaten Finanzierer von Mikrofinanzierungsprogrammen.

Mit den daraus vergebenen Darlehen konnten sich inzwischen Hundertausende in den armen Ländern eine bessere Existenz aufbauen. Diese Menschen haben sich als verlässliche Partner erwiesen: Die Abschreibungsquote lag in den letzten Jahren regelmäßig unter einem Prozent, 2010 betrug sie zum Beispiel 0,8 Prozent. Oikocredit zahlt seinen Anlegern außerdem eine moderate Dividende von in der Regel zwei Prozent.

Infos

Oikocredit
Westdeutscher Förderkreis


Adenauerallee 37
53113 Bonn

Tel.: 0228 / 92597-38 -39

westdeutsch@oikocredit.org