06.06.2018

Ökumenischer Gottesdienst "Sterben auf den Reisen der Hoffnung" gedenkt 2018 besonders der Frauen

Bei der Gedenkfeier am 20. Juni 2016 setzten die Besucher mit Lichtern am "Fluss des Lebens" Zeichen des Gedenkens und der Hoffnung.(Foto: Kathrin Albrecht)

Totengedenkfeier am Mittwoch, 20. Juni, in der Grabeskirche - Superintendent Bruckhoff hält die Predigt

Der Ökumenische Arbeitskreis Bestattungskultur und die Gemeinschaft Sant‘Egidio erinnern im Rahmen einer Gedenkfeier am Mittwoch, 20. Juni, um 18.30 Uhr, in der Grabeskirche St. Josef, Sankt-Josefs-Platz, 52068 Aachen, an die Menschen, die auf der Flucht ihr Grab im Mittelmeer oder an einem anderen Ort gefunden haben. Dabei soll 2018  besonders der Frauen gedacht werden, die auf den Fluchtwegen gestorben sind. Superintendent Hans-Peter Bruckhoff (Predigt) und Dompropst Manfred von Holtum (Liturgie) werden den Gottesdienst gemeinsam gestalten. Musikalisch werden sie dabei von den „Fährfrauen“ unter der Leitung von Alwine Deege unterstützt.

Auch in diesem Jahr hält Superintendent Hans-Peter Bruckhoff wieder die Predigt im ökumenischen Gottesdienst am Weltflüchtlingstag.
Auch in diesem Jahr hält Superintendent Hans-Peter Bruckhoff wieder die Predigt im ökumenischen Gottesdienst am Weltflüchtlingstag.(Foto: Kathrin Albrecht)

Die Zahl der Flüchtlinge nimmt weltweit zu

Der Weltflüchtlingstag ist ein von den Vereinten Nationen eingerichteter Aktionstag, der seit 2001 am 20. Juni stattfindet. Die Wahl fiel damals auf dieses Datum, da der 20. Juni zuvor in etlichen Ländern bereits Afrika-Flüchtlingstag gewesen war. Jährlich zum Weltflüchtlingstag veröffentlicht der UNHCR, der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, einen Jahresbericht. Diesem zufolge befanden sich Ende 2013 über 51 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter mehr als 33 Millionen Männer, Frauen und Kinder im eigenen Land („Binnenvertriebene“). Die Zahl der Flüchtlinge hatte damit den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Der Anstieg um sechs Millionen Menschen im Vergleich zum Vorjahr wurde hauptsächlich durch den Krieg in Syrien verursacht. Auch in Afrika nahmen Flucht und Vertreibung erheblich zu, vor allem in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan. Hauptaufnahmeländer für Flüchtlinge sind Pakistan, Iran und Libanon.