08.01.2018

Landessynode hat in Bad Neuenahr begonnen

210 stimmberechtigte Synodale tagen bis Freitag - Vier Abgeordnete aus dem Kirchenkreis Aachen nehmen teil

In Bad Neuenahr hat am Sonntagnachmittag die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland begonnen. (Foto: ekir.de)

Mit einem Gottesdienst hat am Sonntagnachmittag die 70. Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bad Neuenahr begonnen. Bis Freitag, 12. Januar, erörtern die 210 stimmberechtigten Synodalen und 28 beratende Mitglieder in dem rheinland-pfälzischen Kurort theologische, organisatorische, juristische und soziale Fragen, die die mit mehr als 2,54 Millionen Mitglieder zweitgrößten Landeskirche in Deutschland derzeit beschäftigt. Unter ihnen sind auch vier Abgeordnete aus dem Evangelischen Kirchenkreis Aachen: Superintendent Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff, Pfarrer Erik Schumacher, Susanne Degenhardt und Matthias Quarch.

Schwerpunktthema: Christlich-muslimischer Dialog

Ein Schwerpunktthema des obersten Leitungsgremiums der rheinischen Kirche sind Fragen des christlich-muslimischen Dialogs. Dazu liegt den Synodalen die Drucksache „Für die Begegnung mit Muslimen. Theologische Positionsbestimmung“ vor. Der christlich-muslimische Dialog sei ein kirchlicher Auftrag, er soll vertieft und „auch in schwierigen Situationen“ fortgeführt werden, heißt es in der Vorlage. Die Kirchenmitglieder werden ermutigt, „ihren eigenen Glauben im Dialog mit Muslimen und Musliminnen zu erklären und begeistert zur Sprache zu bringen“.

Präses erstattet Bericht

Präses Manfred Rekowski erstattete der Synode am Montagvormittag seinen Bericht. Zu den Aufgaben der Kirche gehöre es, „die relevanten Fragen zu stellen: Wie kann es sein – oder: wohin soll das führen, wenn in einer Gesellschaft die einen kaum leben können von ihren Löhnen, während bei anderen Einkommen und Vermögenswerte nahezu unbegrenzt anwachsen?“ Kirche sei auch gefragt, für Jüdinnen und Juden in Deutschland die Stimme zu erheben, stellte der 59-jährige Theologe klar: „Die Aufgabe, dem Antisemitismus entgegenzutreten, ist nicht delegierbar an die Jüdischen Gemeinden, sondern das ist Christenpflicht und gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit. Wo immer Jüdinnen und Juden zu Opfern werden, nimmt auch unsere Gesellschaft Schaden.“

In seinem Bericht sprach Rekowski auch die Seelsorge als einen der wichtigsten kirchlichen Arbeitsbereiche sowie das Thema Sonntagsschutz an. Den ganzen Präsesbericht können Sie hier nachlesen.

(Text: ekir.de / Braun)

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Losung für den 17.10.2018:
Seine Herrschaft wird groß und des Friedens kein Ende sein.
Jesaja 9,6
Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
Hebräer 13,8