Doppelte Freude und Dank standen im Mittelpunkt des Festgottesdienstes in der Blankenheimer Kirche. Denn die Kirchengemeinde Roggendorf feierte nicht nur Erntedank, sondern auch die Einführung von Pfarrer Thorsten Schmitt, der die vakant gewordene Stelle in Blankenheim zukünftig besetzen wird.
Doppelter Dank in Roggendorf
Freude auf einen Pfarrer mit viel Berufs- und Lebenserfahrung
Denn es ist ja leider nun auch inzwischen Realität in den evangelischen Gemeinden, dass es nicht mehr ausreichend Pfarrer und Pfarrerinnen gibt. Um so mehr freut es uns – die auf dem Land und in der Diaspora gelegene evangelische Kirchengemeinde Roggendorf – Pfarrer Thorsten Schmitt gewonnen zu haben.
Die selbst noch ganz neue Superintendentin des Kirchenkreises Aachen, Pfarrerin Verena Jantzen, durfte als eine ihrer ersten offiziellen Amtshandlungen Schmitt in sein Amt einführen. Für den Anfang und neuen Weg, den Schmitt als Pfarrer mit viel Berufs- und Lebenserfahrung nun in unserer Gemeinde beginnt, sprach sie ihm Kraft und Mut zu mit einem Wort aus dem Josua-Buch: „Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“
"Es reicht für alle"
Pfarrer Schmitt lud in seiner anschließenden Predigt über die Geschichte der Speisung der 5000 zu einem Perspektivwechsel ein. Statt zu beklagen, was uns fehlt und zu behaupten: „Es reicht nicht für alle“, lade die Geschichte uns dazu ein, loszulegen und anzupacken mit dem, was vorhanden ist. Um dann die Erfahrung zu machen: „Es reicht für alle.“ Auch wenn Schmitts Predigt primär den Hunger in der Welt in den Blick nahm, ist dieser Gedanke ebenso für die Zukunft der Kirche und auch unserer Gemeinde wichtig.
Große Fußstapfen
Beim anschließenden Empfang, den humorvoll und erfrischend wiederum Presbyter Hans-Michael Seidler moderierte, Schmitt und seine Frau Susanne Schmitt-Warzelhan herzlich von Leo Wolter als Stellvertreter für den Landrat und Gisela Caspers als Stellvertreterin für Bürgermeisterin Meuren in Blankenheim begrüßt. Schmitt trete in große Fußstapfen, aber beide seien sicher, dass er aufgrund seiner Kompetenzen dem gut gewachsen sei.
Schmitt und Roggendorf - das passt
Stephan Jansen und Jens Dierke, zwei Presbyter der Christusgemeinde an der Glessener Höhe (Schmitts alter Gemeinde) beglückwünschten die Kirchengemeinde Roggendorf zu einem guten „Fang“ und rieten uns dringend, „pfleglich“ mit Schmitt umzugehen, denn ansonsten wüsste er, dass er immer zurück nach Bergheim kommen könne.
Dies konterte abschließend Pfarrerin Susanne Salentin beim Grußwort des Roggendorfer Presbyteriums: „Wir geben ihn nicht mehr her“. Denn die vergangenen Wochen mit intensivem Austausch und zahlreichen Vorgesprächen hätten gezeigt, dass Schmitt und Roggendorf sehr gut zusammenpassen.
Und beide freuen sich, nun endlich richtig durchstarten zu können.
Text: Pfarrerin Susanne Salentin

Foto: Michelle Karschat
Vollbesetzt war das Gemeindehaus beim anschließenden Empfang für Pfarrer Schmitt.






