Wenn einer eine Reise tut, könne er etwas erzählen, sagt der Volksmund. Doch jeder wünscht sich, dass es nur erfreuliche Dinge nach der hoffentlich heilen Rückkehr zu berichten gibt. Vielleicht kann ein Segen, den der Reisende mit auf seine Fahrt nimmt, dabei hilfreich sein. Am Freitagnachmittag standen die Vertreter der christlichen Kirchen auf dem Parkplatz am Mühlenpark bereit, um ihre Segenswünsche den Menschen mit auf ihren Weg zu geben.
„Reisesegen to go“, so das ökumenische Angebot der Kirchen, was natürlich nicht meint, dass die guten Wünsche sich auf Wanderer beschränkten, sondern vielmehr die unkomplizierte Art des Segenspendens beschreiben sollte. Ohne ein festes Zeitschema konnten die Gläubigen kommen, mit den Kirchenvertretern ins Gespräch kommen und dann ihren persönlichen Segen empfangen. Bereits zum zweiten Mal gab es diese Möglichkeit zu Anfang der Ferienzeit.
Allerdings wurde die Spendung des Reisesegens diesmal auf eine Station beschränkt. „Im vergangenen Jahr waren wir an einem Tag auch vor der Grundschule“, sagte Susanne Salentin, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Roggendorf. Tolle Gespräche habe es damals gegeben, erinnerte sie sich. Das sei allerdings in diesem Jahr durch die Baustelle auf der Feytalstraße nicht möglich gewesen, sagte sie mit Bedauern.
Die Initiative für den „Reisesegen to go“ war von Linda Schmitz-Thees, Pastoralreferentin des Pastoralen Raumes Mechernich, ausgegangen. „Es ist eine Möglichkeit, den Menschen nahe zu sein. So ein Segen to go ist niederschwelliger als die Einladung zu einem Gottesdienst“, erläuterte sie. Deshalb biete sie auch am Aschermittwoch das „Aschenkreuz to go“ in Mechernich an.
Für den Reisesegen hatte sie sich allerdings ökumenische Unterstützung besorgt und die evangelische Pfarrerin Susanne Salentin von der Kirchengemeinde Roggendorf angesprochen. Um auch die Menschen aus dem Nachbarort anzusprechen, wurde Sven Clouth angesprochen, Diakon der Bad Münstereifeler Kirchengemeinde St. Michael, zu der Kommern gehört. „Damit ist auch ein Vertreter des Erzbistums Köln mit dabei“, sagte er augenzwinkernd. Das Quartett wurde komplettiert durch Martina Schürmann, stellvertretende Presbyterin der evangelischen Kirchengemeinde Roggendorf. Direkt neben der Einfahrt hatten sie ihren kleinen Pavillon aufgebaut.




