Kirchenkreis Aachen stößt Zukunftsprozess an

Steuerungsgruppe mit neun Mitgliedern eingesetzt – Vorbereitungen für Sommersynode 2025

Im November hat die Synode des Kirchenkreises Aachen einen Haushalt für 2025 beschlossen, der leider ein erhebliches Defizit aufweist. Denn wie viele andere Kirchenkreise sieht der Evangelische Kirchenkreis Aachen sich in einer Situation, in der die Einkünfte aus der Kirchensteuer abnehmen. Ein wichtiger Grund dafür ist die sinkende Zahl der Gemeindeglieder, sowohl durch den demographischen Wandel als auch durch die hohe Zahl von Kirchenaustritten. Dies wird noch verstärkt durch die aktuelle schlechte wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Neue Perspektiven für den Kirchenkreis Aachen entwickeln

Nach einer offenen und konstruktiven Diskussion im Finanzausschuss stimmten die Synodalen deshalb für den schwierigen Schritt eines vorübergehenden Einstellungsstopps im Kirchenkreis. Gleichzeitig wurde ein zukunftsweisender Veränderungsprozess angestoßen, der darauf abzielt, die Finanzlage des Kirchenkreises langfristig zu stabilisieren und neue Perspektiven zu entwickeln. In diesem Prozess werden sowohl Einsparmaßnahmen als auch die Frage nach einem zukunftsfähigen Bild von Kirche im Kirchenkreis Aachen im Mittelpunkt stehen. Der Kreissynodalvorstand hat auf der Synode den Input der Synodalen eingeholt und sich bei seiner Sitzung am 12. Dezember viele der wertvollen und hilfreichen Anregungen zu eigen gemacht, die nun in die weitere Planung einfließen. Eine vollständige Übersicht der auf der Synode eingegangenen Rückmeldungen finden Sie hier (jeweils als PDF):

Steuerungsgruppe erarbeitet Vorschläge und bereitet Synode vor

Als ersten Schritt hat der KSV eine Steuerungsgruppe mit neun Mitgliedern eingesetzt, die Vorschläge für eine schnelle Haushaltskonsolidierung erarbeiten und die Sommersynode im Juni 2025 vorbereiten soll. Der Steuerungsgruppe gehören neben den drei hauptamtlichen Theolog*innen des Kreissynodalvorstandes – Superintendentin Verena Jantzen, der designierten Assessorin Dr. Monica Schreiber und Skriba Jens-Peter Bentzin – auch sechs erfahrene Nicht-Theolog*innen mit einer breiten Expertise an: Susanne Endryk (Geschäftsführung des Verwaltungsamts), ein noch zu benennender Vertreter / eine Vertreterin aus den kreiskirchlichen Referaten, Claudia Immendorf (Synodalälteste), Malte Duisberg (Synodalältester), Dr. Britta Rosen (Vorsitzende des synodalen Bauausschusses) und Torsten Hackländer (Vorsitzender des synodalen Finanzausschusses). Die Steuerungsgruppe wird zunächst einen klaren Fahrplan für den Veränderungsprozess entwickeln und die Situation sowie mögliche Einsparpotenziale gründlich analysieren. Dabei wird sie schwerpunktmäßig das Gespräch mit allen betroffenen Personen suchen, um gemeinsam konstruktive und kreative Lösungen zu erarbeiten. Zudem wird die Gruppe externe Beratung einholen und die Erfahrungen anderer Kirchenkreise berücksichtigen.

Sommersynode wird am Freitag und Samstag, 13. und 14. Juni, tagen

Die Sommersynode am 13. und 14. Juni 2025 wird den ersten Schritt der Umsetzung markieren. Hier sollen erste, konkrete Vorschläge vorgestellt, diskutiert und beschlossen werden. Zudem sollen weitere, zukunftsorientierte Themen wie beispielsweise Kooperationen behandelt und ein breit angelegter Leitbildprozess initiiert werden. Das Ziel dieses Prozesses ist es, mit pragmatischem Optimismus und einer klaren Vision in die Zukunft zu blicken. Das Bild von Kirche und Kirchenkreis wird sich weiterentwickeln und dabei auch neue Wege der Zusammenarbeit und Gemeinschaft eröffnen.

Die Steuerungsgruppe wird alle Interessierten regelmäßig über verschiedene Kanäle (wie z.B. diesen Newsletter) informieren und auch digitale Feedbackmöglichkeiten anbieten. Der Kreissynodalvorstand bittet darum, die Arbeit der Steuerungsgruppe aktiv zu unterstützen, dankt für alle wertvollen Hinweise und wünscht der Steuerungsgruppe Gottes Segen für ihre herausfordernde Aufgabe.

(Text: Schreiber/Jantzen, Kirchenkreis Aachen)

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