17.08.2020

Kitas im Kirchenkreis Aachen wieder im "normalen Regelbetrieb"

Einrichtungsleitungen vereinbaren weiterhin viele Vorsichtsmaßnahmen - Hygieneregeln sollen Risiko minimieren

Händewaschen und andere Hygieneregeln werden in den Kitas mit den Kindern besprochen und durchgeführt.
Händewaschen und andere Hygieneregeln werden in den Kitas mit den Kindern besprochen und durchgeführt. (Foto: S. Wehr)

Nach Vorgabe des Familienministeriums NRW befinden sich seit Montag, 17. August, wieder alle Kindertagesstätten und Familienzentren im „normalen“ Regelbetrieb - darunter auch die neun Kitas und Familienzentren des Ev. Kirchenkreises Aachen. Aber was ist in den letzten Wochen und Monaten schon normal? Da fehlen Kindern soziale Kontakte, Eltern finden keine Alternative zur Betreuung ihrer Kinder und pädagogische Fachkräfte sind verunsichert wie sie mit Risikogruppen und Hygienemaßnahmen umgehen sollen. Da macht die Aussage „wir starten in den normalen Regelbetrieb“ auf der einen Seite Mut. Pädagogische Konzeptionen können wieder umgesetzt werden, das heißt offene Konzepte dürfen gelebt werden, gruppenübergreifendes Arbeiten ist möglich, und pädagogische Angebote können wieder durchgeführt werden. Aber was ist auf der anderen Seite mit den stetig steigenden Coronafallzahlen? Kann und darf wirklich wieder alles, natürlich unter Einhaltung der Hygienevorgaben, wie vor der Pandemie laufen? 

Maskenpflicht für Erwachsene, Desinfektion und Betreuung im Freien

Über einen sinnvollen Weg zwischen Regelbetrieb und Risikominimierung haben sich die Einrichtungsleitungen aus neun Kitas und Familienzentren des Kirchenkreises Aachen gemeinsam mit ihren Teams viele Gedanken gemacht. Zum Schutz der Kinder, Eltern und Mitarbeiter*innen wird es deshalb weiterhin viele Vorsichtsmaßnahmen geben:

  • Es gilt weiterhin eine Maskenpflicht für alle Erwachsenen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
  • Die Kinder werden weiterhin durch das Außengelände gebracht und geholt.
  • Außer im Früh- und Spätdienst bleiben die Kinder weiterhin in ihren festen Gruppen.
  • Es gibt kein Frühstücksbuffet.
  • Die Betreuung wird bevorzugt im Freien durchgeführt.
  • Toilettengänge werde verstärkt begleitet.
  • Flächen wie Tische, Stühle, Türklinken, Spielmaterialien werden regelmäßig desinfiziert.
  • Händewaschen und andere Hygieneregeln werden mit den Kindern besprochen und durchgeführt.
  • Kinder mit Krankheitssymptomen müssen mindestens 24 Stunden zuhause bleiben.

Der Normalbetrieb ist sicher wichtig und richtig und politisch gewollt. Dennoch birgt dieser auch ein großes Risiko. Damit nicht wieder Einrichtungen geschlossen werden müssen, sollte es allen Beteiligten eine Überlegung wert sein, die Betreuung der Kinder und die pädagogischen Angebote den derzeitigen Gegebenheiten anzupassen.

Simone Wehr
Fachberatung Kindertagesstätten

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
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Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt.
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