Partnerschaft in der Euregio

Europa-Flagge© Yvonne Bogdanski / Fotolia

In der Nachfolge der Euregio-Pfarrstelle setzt sich die Synodalbeauftragte für Euregio-Fragen dafür ein, die Kontakte zu den Nachbargemeinden in Belgien und den Niederlanden zu halten und auszubauen. Unterstützt wird er dabei von einem Arbeitskreis aus Gemeindeältesten und Pfarrern und Pfarrerinnen, die im Bereich der Euregio tätig sind. Zur Zeit wird ein "Dreiländertag" geplant, ein kleiner Kirchentag, der Gemeindegliedern aus dem Dreiländereck Gelegenheit geben wird, miteinander über Grenzen hinweg Gottesdienst zu feiern und sich kennenzulernen.

Euregionale Ökumenische Konferenzen

Gelegenheit zum Austausch und gemeinsamen Lernen bieten die jährlich stattfindenden "Euregionalen Ökumenischen Konferenzen". Das sind Studientage, die offen sind für alle und sich mit einem spirituellen oder diakonischen Thema beschäftigen, das grenzüberschreitend von Interesse ist.


Protestanten aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden feierten Dreiländertag "Schließt Frieden und nicht Grenzen"

Sarah Emmel (li.) und Kim von Kannen stellten die Gedanken der Jugendlichen zu Frieden und Freiheit in Europa vor.
Sarah Emmel (li.) und Kim von Kannen stellten die Gedanken der Jugendlichen zu Frieden und Freiheit in Europa vor.(Foto: C. Braun)

„Wir dürfen den Traum von Frieden und Freiheit nicht aufgeben“ - Gottesdienst und buntes Programm in Eupen

Mit einem mehrsprachigen Gottesdienst in der Eupener Friedenskirche und anschließendem Programm feierten Protestanten aus der Euregio einen bunten Dreiländertag. Das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch über Länder- und Sprachgrenzen hinweg standen dabei im Mittelpunkt. Der Einladung waren mehr als 80 Teilnehmende gefolgt, vor allem aus Eupen, Vaals, Aachen, Geleen und Gulpen sowie aus dem Kirchenkreis Jülich. Das alle zwei Jahre in jeweils einem anderen Euregio-Land ausgerichtete Treffen stand dieses Mal unter dem Jahresthema Frieden: „make peace not borders – faire la paix et non les frontières – sluit vrede geen grenzen – schließt Frieden und nicht Grenzen“.

Bunte Armbänder und Friedensgruß ausgetauscht

„Wir wollen mit Gottes Hilfe Grenzen überwinden und Frieden schaffen, und wir fangen hier damit an, indem wir gemeinsam das Abendmahl feiern, das Mahl des Friedens, das alle Grenzen überwindet“, sagte Pfarrerin Bärbel Büssow im Gottesdienst, zu dem alle aus dem internationalen Vorbereitungs-Team etwas beigetragen hatten. Besonders gut kam bei den Gottesdienstbesuchern die Idee an, bunte Armbänder zu verteilen, eine Geschichte aus dem vierfarbigen „Viertelland“ erzählen und anschließend alle Anwesenden untereinander die Bänder mit einem Friedensgruß tauschen zu lassen. Vor der Kirche zeigte außerdem die Junge Kirche (JuKi) Aachen Präsenz: Eine sechsköpfige Gruppe hatte sich zuvor mit den Themen Frieden und Freiheit in Europa beschäftigt und dazu Spanplatten mit buntem Graffiti besprüht. Sarah Emmel und Kim von Kannen stellten das Ergebnis und ihre Gedanken dazu nach dem Gottesdienst vor. „Jeder ist anders, das macht uns so vielfältig, und wir können so viel entdecken und voneinander lernen“, sagte Sarah Emmel. „Aber in Europa werden wieder Rufe laut, neue Grenzen zu schaffen. Wir dürfen unseren Traum von Frieden und Freiheit jetzt nicht auf aufgeben!“


Euregionale Ökumenische Konferenz 2018: "Hilfst du mir ... beim Sterben?" Recht auf Leben - Recht auf Sterben?

Etwa 100 Christen nahmen an der Tagung im niederländischen Kloster Wittem teil.(Foto: Bärbel Büssow)

100 Christen aus drei Ländern diskutierten über Sterbehilfe - Tötung auf Verlangen hat in Belgien und den Niederlanden stark zugenommen

Bei der euregionalen ökumenischen Konferenz im Kloster Wittem am 20. April 2018 gingen etwa 100 Teilnehmende verschiedenen Fragestellungen zum Thema Sterbehilfe nach. Während in Deutschland das Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (2015) die Beihilfe zum Suizid einschränkt und Euthanasie verboten ist, ist die aktive Sterbehilfe – vollzogen durch einen Arzt - in Belgien (seit 2002) und den Niederlanden (seit 2001) erlaubt, wenn die im Gesetz festgelegten Bedingungen erfüllt sind; es wird auch Minderjährigen (in Belgien unbegrenzt, in den Niederlanden ab 12 Jahren) das Recht auf Euthanasie eingeräumt.

Zuwendung und gute Pflege lassen Sterbewunsch oft verschwinden

Die Konferenz zeigte deutlich: Das Thema Sterbehilfe und Euthanasie ist ein aktuelles und aktuell bleibendes Thema. Die Diskussionen in den verschiedenen Arbeitsgruppen zeigten, dass es weiterhin einer breiten gesellschaftlichen Debatte über Sterben und Tod, über Pflege und Würde des Menschen bedarf. Christen und Christinnen verschiedener Konfessionen und über Landesgrenzen hinweg betonten, wie wichtig es sei, für die Würde von Menschen einzutreten und den gesellschaftlichen Respekt vor dem Leben der Schwachen und Sterbenden zu fördern.


Euregionaler Dreiländertag in Aachen

Am 26.06.2016 fand in Aachen der Euregionale Dreiländertag statt. Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier


Friedensgebet der Ökumenischen Plattform in der Euregio Maas-Rhein (B/D/NL) zur Asyl-und Flüchtlingspolitik

Am Sonntag, den 3. Februar 2014 fand im Aachener Dom ein ökumenisches Friedensgebet zur Asyl-und Flüchtlingspolitik der Ökumenischen Plattform in der Euregio Maas-Rhein (B/D/NL) statt. Zuvor hatte die Gruppe bereits eine dreisprachige Resolution zu dem Thema veröffentlicht.

Die Flüchtlingsresolution (2014) als Download

Zur Meldung, die zur Pressekonferenz entstand

Zur Meldung über den Gottesdienst im Dom

NEU:

Appell der Euregionalen Flüchtlingsplattform von 2016

Synodalbeauftragte für Euregio-Fragen

Die Kreissynode wählt Beauftragte für einzelne Arbeitsgebiete für die Dauer von 4 Jahren.
Beauftragte für Euregio-Fragen ist Pfarrerin Bärbel Büssow.

Pfarrerin Bärbel Büssow

Bahnhofstraße 29
52064 Aachen

Tel.: 0241 / 40029116

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