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Gottesdienst mit Trost und Hoffnung

 

Die Liturgie hatte Prädikant Christian Sachse übernommen, unterstützt von Presbyterin (und eigentlich auch KSV-Mitglied) Susanne Degenhardt. Sie führte nach der Schriftlesung aus der Offenbarung des Johannes auch in die ungewöhnliche Form der Predigt ein: Auf Zetteln waren einzelne Verse der Lesung abgedruckt und alle wurden gebeten, sich einen Zettel zu nehmen und kurz Gedanken über den Inhalt zu machen. Auch wenn die vorbereiteten Zettel nicht ausreichten, half man sich untereinander mit Handyfotos und Teilen, so dass alle, die wollten, auch einen Abschnitt erhielten.

Ihre Gedanken zu den – doch teilweise etwas sperrigen – Versen teilten anschließend neun Gemeindemitglieder. Dabei reichten die Äußerungen von Nichtverstehen über vorsichtige Annäherung bis zu sehr persönlichen Assoziationen. Den Reichtum hinter diesen verschiedenen Perspektiven und ehrlich geäußerten Gedanken würdigten Pfarrer Joachim Geis und Prädikant Dr. Stephan Saffer als Einleitung zu den Gedanken, die sie sich wiederum zum Predigttext gemacht hatten. Trost und Hoffnung waren für die beiden die zentralen Erkenntnisse aus diesen Visionen des Johannes. „Trost braucht das Morgen nicht. Aber er prägt das Morgen,“ brach Dr. Saffer eine Lanze für diese Fähigkeit der Menschen (und Gottes), die ihm etwas aus der Mode gekommen scheint. Dabei sei Trost so wichtig, denn im Trost sei Annahme ohne Verzweiflung möglich.

Die Hoffnung macht uns größer als die Angst

Ohne Hoffnung wiederum sei die Zukunft tatsächlich gefährdet als selbsterfüllende Prophezeiung aller Schwarzseher. „Die Hoffnung macht uns größer als die Angst“, appellierte Dr. Saffer an die Gemeinde, ganz im Geiste Jesu mit Barmherzigkeit, Sanftmut und reinem Herzen hoffnungsvoll in die Zukunft zu gehen. Da passte das vertonte Gedicht von Schalom Ben Chorin von 1942 ganz wunderbar (EG 651):

Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht in Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?
Dass das Leben nicht verging, so viel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,

das bleibt mir ein Fingerzeig für des Lebens Sieg.

Text: Juliane Siekmann

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