Die Gedanken der Reformation fanden hier früh Zustimmung. Ein erster Hinweis darauf ist, dass der Rat der Stadt Aachen 1534 jeden anderen Glauben als den römischen bei Todesstrafe untersagte. Die Region lag damals im Schnittpunkt zwischen den habsburgischen Niederlanden, in denen bis zur Unabhängigkeit die neue Lehre mit aller Macht unterdrückt wurde und dem reformfreundlichen Herzogtum Jülich. Dazwischen befanden sich kleinere freie Gebiete, wie die Reichsstadt Aachen, die Abteien Burtscheid und Kornelimünster oder die Grafschaft Schleiden. Hier fanden viele aus Glaubensgründen Vertriebene Aufnahme, weil sie durch ihre handwerklichen Fähigkeiten Wohlstand brachten.

