Schulreferat des Kirchenkreises Aachen

Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation - Intention

Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation ist eine Option für die Gestaltung eines zukunftsfähigen Religionsunterrichtes. Rechtlich ist diese Form des Religionsunterrichtes durch eine Vereinbarung zwischen den Ev. Landeskirchen in NRW und den Bistümer Aachen, Münster, Essen und dem Erzbistum Paderborn ab dem Schuljahr 2018/19 möglich.

Der Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation ist konfessioneller Religionsunterricht nach GG Art. 7.3.
Inhaltlich bilden die ev. und kath. Lehrpläne die Grundlage des Unterrichtes und sind aufeinander zu beziehen. Organisatorisch sind gemischt konfessionelle Lerngruppen in bestimmten Zeiträumen möglich. Ein Fachlehrerwechsel ist in diesen Zeiträumen obligatorisch. 

Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation stärkt Gemeinsamkeiten und wird Unterschieden gerecht. Er führt zu einem vertieften Bewusstsein der eigenen Konfession. Schülerinnen und Schüler werden bei der Entwicklung einer für andere aufgeschlossenen Identität im Sinne von Toleranz und Gesprächsfähigkeit durch das authentische Kennenlernen und Reflektieren der anderen Konfession unterstützt.

Die durch kirchliche Beauftragung konfessionsgebundenen Fachlehrer/innen werden bei der Entwicklung eines schulinternen Curriculums und der Gestaltung eines notwendigen Fachlehrerwechsels von den Schulreferaten und den Bistümern durchobligatorische kirchliche Fortbildungen unterstützt.

Die Zusammenarbeit erfordert neben einer konfessionsbewussten und zugleich differenzsensiblen Grundhaltung eine Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit aller Beteiligten.

Mit der Möglichkeit den Religionsunterricht konfessionell kooperativ zu erteilen, stellen sich die beiden großen Kirchen auf die veränderte Schullandschaft ein, denn die Zahl christlicher Schülerinnen und Schüler ist rückläufig und Religionsunterricht, den ausschließlich Schülerinnen und Schüler einer Konfession besuchen, findet immer seltener statt. In der konfessionell-kooperativen Form trägt der Religionsunterricht "vertieft zur religiösen und allgemeinen Bildung bei, er thematisiert Grundfragen des Lebens, regt zum kritischen Nachdenken über die eigenen Religiosität an und befähigt zum Dialog", sagt der Schuldezernent und stellvertretende Leiter der Bildungsabteilung der Evangelischen Kirche im Rheinland, Landeskirchenrat Eckhard Langner, im Blick auf die Kooperation. (Zitat aus Pressemitteilung Nr. 159/2017 der EKiR)

Pfarrerin Folke Keden-Obrikat

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