Eckpunkte und Konzepte zur Wiederaufnahme von Präsenz-Gottesdiensten

„Mit der Ermöglichung von Präsenzgottesdiensten hoffen viele Gemeindemitglieder auf ein normales kirchliches Gemeindeleben“, sagte Präses Manfred Rekowski Ende April. „Doch auch, wenn wir grundsätzlich wieder gemeinsam Gottesdienste feiern können, hat der Gesundheitsschutz der Besucherinnen und Besucher sowie der Mitwirkenden Priorität.“ Deshalb sei es verantwortungsvoll, die bevorstehende Öffnung der Kirchen behutsam anzugehen, unterstreicht der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. In großen Teilen der rheinischen Kirche laufen die Planungen für Präsenzgottesdienste eher auf Pfingsten hin. So auch im Evangelischen Kirchenkreis Aachen.

Konkrete Schutzkonzepte vor Ort entwickeln und umsetzen

„Ich gehe davon aus, dass unsere Kirchengemeinden noch einige Zeit brauchen werden, um konkrete Schutzkonzepte vor Ort entwickeln und umsetzen zu können. Dabei spielen zum einen die Eckpfeiler der EKD eine Rolle und zum anderen die Vorlage der konkreten Konzeptionen beim zuständigen Gesundheitsamt und den entsprechenden Vereinbarungen vor Ort", sagte der Superintendent des Kirchenkreises Aachen, Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff. "Ich finde beides wichtig, zum einen, dass staatlicherseits die Ermöglichung von Gottesdiensten ab Mai nicht nur grundsätzlich geplant, sondern auch konkret rechtlich umgesetzt wird, und zum anderen, dass wir uns kirchlicherseits die Zeit nehmen, die wir benötigen, um jeweils differenziert, aber dann auch verantwortet, überzeugt und zuversichtlich wieder Gottesdienste in unseren Kirchen feiern zu können."

Der Supertintendent sagte, er sei dankbar und froh darüber, dass sich in den vergangenen Wochen so viele und vielfältige neue gottesdienstliche Angebote entwickelt haben, zum Beispiel über Videos, Live-Streamings und Video-Konferenzen. (Informationen zu Live-Streamings, Videos und Audios finden Sie auf dieser Seite.)

Eckpunkte-Papiere, Schutzkonzepte und Materialpaket zu Ansicht und Download

  • Den Rahmen für die Schutzmaßnahmen bietet ein Eckpunktepapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das mit dem Bundesinnenministerium abgestimmt ist.
     
  • Für örtliche Leitungsgremien der Kirchengemeinden (Presbyterien), die über die Präsenzgottesdienste eigenverantwortlich entscheiden, hat die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) ergänzende Hinweise, Anregungen und Bausteine zum Thema Präsenzgottesdienste zusammengestellt. Darin werden die wichtigsten Punkte konkretisiert. Dort geht es um organisatorische und liturgische Fragen, um Hybrid-Gottesdienste und theologische Anregungen.
     
  • In der Eifelregion des Ev. Kirchenkreises Aachen wurde bereits ein konkretes Eckpunktepapier entwickelt, um Präsenzgottesdienste wieder aufnehmen zu können. Dieses befindet sich derzeit noch im Entwurfsstadium und wird als Beispiel hier veröffentlicht, sobald es definitiv abgestimmt ist.
     
  • Ein umfangreiches Materialpaket hat die Evangelische Kirche von Westfalen zusammengestellt. Es umfasst unter anderem ein Muster-Schutzkonzept, Vordrucke für Schilder und Anwesenheitslisten, praktische Tipps sowie To-Do- und Checklisten für Gemeinden (PDF-Dateien, teils als .zip-Download). Dieses Materialpaket finden Sie unter: https://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/corona/#c6833
     
  • Die konkreten "Handlungsempfehlungen der Nordkirche" können bei der Planung von Präsenzgottesdiensten unter Einhaltung aller organisatorischen und liturgischen Vorschriften ebenfalls eine gute Hilfestellung sein.

Gottesdienste: Termindatenbank der EKiR ein nützliches Werkzeug

Im Portal der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) wurde mit der Termindatenbank termine.ekir.de ein Werkzeug bereitgestellt, das ein Anmeldeverfahren für Veranstaltungen ermöglichen kann. Damit können Gottesdienstbesucherinnen und -besucher ihre Kontaktdaten hinterlegen, um im Infektionsfall eine Nachverfolgung zu ermöglichen. Außerdem kann über die Reservierungsfunktion angezeigt werden, wenn die maximale Teilnehmerzahl eines Gottesdienstes mit in der Kirche anwesender Gemeinde erreicht ist.

Auf termine.ekir.de eingetragene digitale Gottesdienste werden automatisch auf der EKD-Website https://www.kirchevonzuhause.de ausgegeben. Informationen zur Handhabung von termine.ekir.de finden Sie im Intranet.

Falls Sie aus einer Kirchengemeinde im Ev. Kirchenkreis Aachen oder einer angeschlossenen Einrichtung diese Termindatenbank und Anmelde-Funktion nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an das Öffentlichkeitsreferat, am besten per E-Mail an caren.braun@ekir.de, da es im Kirchenkreis Aachen eine besondere Export-Funktion für Termine zur EKiR gibt, die berücksichtigt werden muss.

Datenschutz bei Gottesdienst-Teilnahme

Namen, Kontaktdaten und die Dokumentation der Teilnahme an einem Gottesdienst sind sogenannte "personenbezogene Daten". Nach Einschätzung der EKiR sieht die Landesregierung NRW im Bereich der EKiR die Umsetzung des Schutzkonzepts der EKD durch Führen von Teilnehmendenlisten als zwingende (insoweit im Sinne des DSG-EKD "quasi-gesetzliche") Verpflichtung und Voraussetzung für die Durchführung von Gottesdiensten im Sinne der Corona-Schutzverordnung an. Die Verpflichtung sei auch verhältnismäßig, weil in diesem Fall das Recht des Einzelnen auf Schutz seiner Daten gegenüber dem Schutz der Gemeinschaft vor Infektionsrisiken zurücktrete. Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten hinsichtlich Teilnahme an Präsenzgottesdiensten ist also für die Veranstalter sowohl verpflichtend als auch datenschutzrechtlich gedeckt.

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Losung für den 5.08.2020:
Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.
2.Chronik 30,18-19
Da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. Und er begehrte, Jesus zu sehen.
Lukas 19,2-3